Freitag, 23. Oktober 2026

Wide World News

Die wichtigsten Geschichten der Welt, klar erzählt

Beben der Stärke 7 tötet mindestens 16 Menschen in Tibet

Ein Beben der Stärke 7 erschütterte eine abgelegene Hochgebirgsregion Tibets. Mindestens 16 Menschen starben, Dutzende wurden verletzt.

Ein Hochplateau im Himalaya-Gebiet mit verstreuten niedrigen Häusern und fernen, schneebedeckten Gipfeln.
Das Epizentrum lag in einer Gebirgsregion im Norden Tibets in etwa 4.800 Metern Höhe. Illustration.

— Ein Beben der Stärke 7 hat eine abgelegene Hochgebirgsregion im Norden Tibets erschüttert und nach Angaben der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua mindestens 16 Menschen getötet und 32 verletzt, wie France 24 berichtete. Behörden warnen, dass die Zahl der Todesopfer wahrscheinlich steigen wird, sobald Rettungsteams abgeschnittene Siedlungen erreichen.

Das Beben ereignete sich am Donnerstag um 22:33 Uhr Ortszeit (14:33 GMT). Der US-Geological Survey (USGS) verortete das Epizentrum in einem Gebirgsgebiet etwa 190 km ostnordöstlich der Stadt Nagqu und 390 km nordöstlich der Regionalhauptstadt Lhasa, in geringer Tiefe von 10 km, wie Al Jazeera berichtete. Xinhua zufolge lag das Epizentrum in der Gemeinde Maru im Kreis Baqen, wo Strom- und Telekommunikationsnetze gestört waren.

Die Opferzahlen sind weiterhin unsicher. Xinhuas Angabe von 32 Verletzten wurde von CNA und France 24 übernommen, doch Beamte in Nagqu teilten Reuters mit, dass bis zu 65 Menschen verletzt worden seien. Al Jazeera berichtete, dass mindestens 339 Häuser und 20 Viehunterstände eingestürzt seien. Behörden deuteten an, die dünne Besiedlung der Region habe die anfängliche Opferzahl möglicherweise relativ niedrig gehalten.

Peking hat 1.600 Rettungskräfte entsandt und eine Notfallreaktion der Stufe II für Erdbebenkatastrophen ausgelöst, so Xinhua. Das betroffene Gebiet zu erreichen, erweist sich als schwierig: Die Region liegt in etwa 4.800 Metern Höhe, viele Straßen sind durch Steinschläge blockiert, und laut dem Korrespondenten von Al Jazeera in Peking wird in den kommenden Stunden Schnee erwartet. Aufnahmen staatlicher Medien zeigten Bewohner, die ihre Häuser verließen, um im Freien oder in geparkten Autos Schutz zu suchen.

Erdbeben sind in China vergleichsweise häufig. Al Jazeera bezeichnete dieses Beben als das stärkste, das das Land seit Januar 2024 getroffen hat. Die Erinnerung an schlimmere Katastrophen ist noch frisch: Im Januar 2025 kamen laut France 24 bei einem Erdbeben im ländlichen Kreis Tingri in Tibet mindestens 126 Menschen ums Leben.

Die Behörden erklären, sie prüften das Ausmaß der Schäden noch. Zu beobachten sind als Nächstes die überarbeiteten Opferzahlen von Xinhua und die Frage, ob Rettungsteams die abgelegenen Dörfer im Kreis Baqen erreichen können, bevor der angekündigte Schnee sie abschneidet.

Quellen

Dieser Artikel basiert auf Berichterstattung von:

Neueste Nachrichten