Donnerstag, 29. Oktober 2026

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Nordkorea feuert rund ein Dutzend Raketen ab, meldet Seoul

Südkoreas Militär hat rund ein Dutzend ballistische Kurzstreckenraketen aus Wonsan erfasst, wenige Tage nach Pjöngjangs Absage an Grenzgespräche.

Kleine Boote liegen unter einem bedeckten Himmel in einem ruhigen Hafen an der Ostküste der koreanischen Halbinsel vor Anker.
Ein Fischereihafen an der Ostküste der koreanischen Halbinsel, mit Blick auf das Gewässer, das als Ostmeer oder Japanisches Meer bekannt ist. Illustration.

— Nordkorea hat am Donnerstag nach Angaben des südkoreanischen Militärs rund ein Dutzend mutmaßlicher ballistischer Kurzstreckenraketen von seiner Ostküste abgefeuert. Wenige Tage zuvor hatte Pjöngjang ein Angebot Seouls für Gespräche über die Grenze abgelehnt.

Der Generalstab Südkoreas erklärte, das Militär habe „rund ein Dutzend ballistische Kurzstreckenraketen registriert, die aus dem Gebiet um Wonsan in Richtung des Ostmeers abgefeuert wurden“. Dieses Gewässer ist auch unter dem Namen Japanisches Meer bekannt. Das berichtete die South China Morning Post.

„Unser Militär hat die Überwachung und Wachsamkeit gegenüber möglichen weiteren Starts verstärkt“, hieß es weiter in der Erklärung des Generalstabs.

Auch Tokio bestätigte den Start, allerdings war zunächst unklar, wie viele Raketen Japan registriert hatte, wie The Japan Times berichtete. Die Raketen sollen außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone Japans niedergegangen sein. Seoul teilte mit, sie seien aus der Stadt Wonsan abgefeuert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap.

Es ist der erste Raketenstart Nordkoreas seit dem 12. Oktober, als Pjöngjang nach eigenen Angaben eine „taktische“ ballistische Rakete testete, um ein technisches Upgrade eines „wichtigen Kernelements“ zu bestätigen. Diese Behauptung stammt von Nordkorea selbst und wurde nicht unabhängig überprüft.

Die Spannungen zwischen den beiden Koreas nehmen seit Wochen zu. Bei Explosionen von Minen in der stark befestigten Demilitarisierten Zone wurden drei südkoreanische Soldaten verletzt, und Pjöngjang hat kürzlich Seouls Vorschlag für Gespräche über die Grenze zurückgewiesen.

Wie es weitergeht, hängt von weiteren Beobachtungen ab: Das südkoreanische Militär hält nach zusätzlichen Starts Ausschau, und Japan hat seine eigene Zählung der verfolgten Raketen noch nicht vorgelegt. Diese Zahlen werden zeigen, wie groß die Salve vom Donnerstag tatsächlich war, sobald sie veröffentlicht sind.

Quellen

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