Freitag, 6. November 2026

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Iran: Fünf Tanker nach Minenexplosionen in Hormus in Brand

Teheran meldet Brände auf fünf Öltankern und einem Schlepper nach Minenexplosionen in der Straße von Hormus, während neue US-Angriffe drohen.

Ein Tanker liegt bei Dämmerung vor einer felsigen Golfküste nahe der Straße von Hormus vor Anker.
Ankerplatz nahe der Straße von Hormus, einer Wasserstraße, über die normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs transportiert wird. Illustration.

— Die Revolutionsgarden und das Militär Irans teilen mit, dass am Donnerstag fünf Öltanker und ein Schlepper in der Straße von Hormus nach Explosionen an Seeminen in Brand geraten sind. Damit wäre es einer der schwersten Tage für die Schifffahrt seit Beginn des Krieges mit den Vereinigten Staaten und Israel Ende Februar. Unabhängige Bestätigungen der Vorfälle durch Meeresbehörden liegen bislang nicht vor.

Die Islamischen Revolutionsgarden teilten der Nachrichtenagentur Fars mit, dass ein großer Tanker, der die sogenannte „illegale Passage“ südlich der Meerenge passieren wollte, über Nacht in Brand geriet und manövrierunfähig wurde. Ein zweiter Supertanker sei beim Verlassen der östlichen Meerenge durch ein Feuer zum Halt gekommen. Ein Schlepper, der den Brand löschen sollte, habe ebenfalls Feuer gefangen. Das Militär erklärte später laut Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA, dass drei weitere Tanker östlich der Meerenge auf Minen gelaufen und in Brand geraten seien.

Seit Kriegsbeginn hat Teheran den Schiffsverkehr durch die Meerenge stark eingeschränkt und Schiffe angegriffen, denen es vorwirft, die Strecke ohne Genehmigung zu befahren. Das US-Militär hat daraufhin eine Blockade iranischer Häfen verhängt und Tanker durch die Wasserstraße eskortiert. Im vergangenen Monat erklärte es, seit dem Sommer dabei geholfen zu haben, 1,5 Milliarden Barrel Öl über Hormus aus Golfstaaten zu exportieren. Die iranischen Streitkräfte haben nach Angaben von Al Jazeera deutlich gemacht, dass die Schifffahrt so lange gefährdet bleibt, wie der Krieg ungelöst ist.

Unabhängig davon teilte die britische Behörde UKMTO mit, dass ein Tanker am späten Mittwoch etwa 50 Seemeilen nördlich der katarischen Stadt Madinat asch-Schamal von zwei Projektilen getroffen wurde. Die Behörde nannte weder das Schiff noch dessen Flagge, machte keine Angaben zu Schäden oder Verletzten, und es gab zunächst kein Bekennerschreiben. The Hindu berichtete, dass der Ort rund 500 Kilometer westlich von Hormus liegt, im Zentrum des Golfs.

Die Vorfälle ereignen sich in einer angespannten Lage. Nicht namentlich genannte Beamte des Pentagons sagten der New York Times, dass Tausende US-Luft- und Seestreitkräfte bereitstehen, um auf Anordnung von Präsident Donald Trump die großangelegten Kampfhandlungen wieder aufzunehmen. Irans Oberster Führer Modschtaba Chamenei erklärte am Mittwoch, es dürfe nicht „die geringste Neigung zur Unterwerfung“ gegenüber Washington geben. Angriffe auf Tanker im Golf nähern sich einem Rekordtempo, und die UKMTO erklärte, sie habe Schwierigkeiten, die tatsächliche Zahl genau zu erfassen, da die meisten Schiffe Zwischenfälle nicht mehr melden.

Katar hat in den vergangenen Tagen seine Vermittlungsbemühungen verstärkt. Das Außenministerium des Landes erklärte, beide Seiten prüften Vorschläge und die Gespräche gingen weiter. Für die Besatzungen, die in diesen Gewässern arbeiten, und für die Volkswirtschaften der Golfstaaten, die jede Ladung genau verfolgen, stellt sich nun die Frage, ob die Meerenge sicher gemacht werden kann und ob die Diplomatie schneller vorankommt als die Minen.

Quellen

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