Sonntag, 25. Oktober 2026

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Iran verstärkt Anschlagspläne gegen US-Personal, warnt Memo

US-Geheimdienst warnt: Iranische Anschlagspläne gegen US-Bürger seien weit fortgeschritten, während Washington Personal aus dem Golf abzieht.

Eine Küstenstraße mit Blick auf eine Meerenge am Golf, im Abendlicht mit fernen Frachtschiffen auf ruhigem Wasser.
Eine Meerenge an der Golfküste, wo die Handelsschifffahrt zuletzt eine Zunahme von Angriffen erlebt hat. Illustration.

— Iran hat seine Bemühungen, US-Personal ins Visier zu nehmen, deutlich verstärkt. Tödliche Anschlagspläne gegen US-Bürger seien inzwischen in einem fortgeschrittenen Stadium, warnt der hochrangige Geheimdienstbeamte der Trump-Regierung in einem Memo, das Reportern vorliegt.

Die Warnung von Director of National Intelligence Jay Clayton ist auf Freitag datiert und an Außenminister Marco Rubio gerichtet, CIA-Direktor John Ratcliffe war in Kopie gesetzt, berichtete The Japan Times. Das nicht als geheim eingestufte Memo wurde zuerst von Axios veröffentlicht.

„Konkret haben wir über verschiedene Kanäle Erkenntnisse erhalten, dass Iran seine Bemühungen, US-Personal ins Visier zu nehmen, erheblich verstärkt hat“, schrieb Clayton. „Die tödlichen Anschlagsplanungen der Iraner gegen US-Bürger sind sowohl im Nahen Osten als auch in bestimmten anderen Ländern in fortgeschrittene Stadien getreten.“

Die Warnung kommt, während Washington seine Präsenz in der Region zurückfährt. Am Mittwoch ordnete das Außenministerium an, nicht dringend benötigte Regierungsmitarbeiter und deren Familien aus den US-Auslandsvertretungen in Saudi-Arabien abzuziehen; Familienangehörige sollen aus mehreren weiteren Vertretungen ausgeflogen werden. Am Samstag aktualisierte es die Reisewarnungen für mehr als 12 Länder in der Golfregion und im Nahen Osten, darunter Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Irak und Israel, und verwies auf eine erhöhte Bedrohung durch die vom Iran unterstützten Huthi-Streitkräfte.

Ein US-Beamter sagte, die Personalstärke an den Botschaften werde ständig anhand neuer Sicherheitserkenntnisse überprüft, und „die Bedrohung durch Huthi-Angriffe und iranische Terrorpläne gegen US-Beamte fließt in unsere Entscheidungen ein“. Einige Vertretungen wurden in den Status „Restricted Operations“ versetzt, der dem Ministerium Spielraum beim Personal gibt, ohne eine Änderung öffentlich zu verkünden. Iran hat sich bislang nicht öffentlich zu den Behauptungen des Memos geäußert, die sich nicht unabhängig überprüfen ließen.

Hintergrund ist ein Regionalkonflikt, der in einer Woche seinen 9. Monat vollendet und durch den Iran-Krieg ausgelöst wurde. Die Angriffe der Huthi haben zugenommen, ebenso die Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus. Quellen sagten Anfang des Monats, Teheran bereite eine massivere Reaktion vor, sollte Washington großangelegte Militärangriffe auf sein Staatsgebiet wieder aufnehmen. Die Golfstaaten bereiten sich auf eine mögliche Rückkehr zum offenen Krieg zwischen den USA und dem Iran vor.

Der Krieg belastet die Zustimmungswerte von Präsident Donald Trump schwer vor den Zwischenwahlen am 3. November. Für die Diplomaten und Familien, die jetzt in den Golfstaaten ihre Koffer packen, stellt sich vor allem eine dringendere Frage: Ist der Abzug eine Vorsichtsmaßnahme – oder ein Vorspiel?

Quellen

Dieser Artikel basiert auf Berichterstattung von:

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