Iran: Straße von Hormus könnte in 2 Tagen wieder öffnen
Teheran sagt, die Aufhebung der monatelangen Blockade der wichtigen Ölroute sei in 2 Tagen machbar, wenn Washington seine Bedingungen akzeptiert.

Teheran — Iran erklärte am Montag, es sei bereit, die Straße von Hormus innerhalb von 2 Tagen wieder zu öffnen, falls die Vereinigten Staaten seine Bedingungen akzeptieren. Das Angebot stellte Teheran als Beweis guten Willens dar, nachdem die monatelange Blockade die Energiepreise in die Höhe getrieben hat. Außenamtssprecher Esmaeil Baqaei sagte Journalisten, der Plan, der im September erstmals als 7-Tage-Zeitplan vorgeschlagen worden war, sei verkürzt worden, wie The Hindu berichtete.
Die Meerenge, das schmale Tor zur energiereichen Golfregion, befördert normalerweise 1/5 des weltweiten Ölverbrauchs. Teheran blockiert sie seit Beginn des Krieges am 28. Februar, als die USA und Israel gemeinsam angriffen. Baqaei sagte, über Vermittler werde mit Washington Nachrichten ausgetauscht, und „alles hängt“ davon ab, ob die US-Seite die Forderungen Irans akzeptiert.
Diese Forderungen umfassen laut Al Jazeera die Aufhebung der US-Seeblockade iranischer Häfen, die Abschaffung der Sanktionen, eine Garantie für das Ende der Angriffe und einen vollständigen regionalen Waffenstillstand, insbesondere im Libanon. Außenminister Abbas Araghchi hat außerdem darauf bestanden, dass Washington eine mit Oman vereinbarte neue Transitroute akzeptiert und die Truppenstärke in der Region reduziert. „Andernfalls bleibt die jetzige Lage bestehen, und Iran wird sich nicht beugen“, sagte er staatlichen Medien.
In Washington gab sich Präsident Donald Trump optimistisch. Ein Abkommen sehe aus, als „kommt sehr gut zusammen“, sagte er, und die Ölpreise seien in der Hoffnung auf ein Kriegsende um fast 10 Dollar pro Barrel gefallen. Vizepräsident JD Vance sagte, es habe „eine Reihe guter Gespräche mit den Iranern“ gegeben und noch sei keine Frist gesetzt worden. Jede Vereinbarung erfordere jedoch „eine feste Zusage und eine überprüfbare Zusage“, dass Iran seinen Atomwaffenprogramm nicht wieder aufbaut, das Vance zufolge von den USA zerstört worden sei. Diese Behauptung ließ sich nicht unabhängig überprüfen.
Dennoch hält Trump die Drohung mit Gewalt aufrecht. Bei einer Kundgebung in Iowa vor den Zwischenwahlen am Dienstag, bei denen Dieselpreise und Inflation zentrale Themen sind, warnte er Iran, mit „dem Hammer“ zu rechnen. Baqaei entgegnete, jeder Angriff auf Iran werde auf eine, wie er es nannte, kraftvolle, sofortige und umfassende Reaktion stoßen.
Vertreter aus Pakistan, Katar, Saudi-Arabien und der Türkei haben in den letzten Tagen mit Iran Gespräche geführt, wie Euronews berichtete. Der Herrscher Omans erörterte den Krieg derweil mit Chinas Staatspräsident Xi Jinping in Peking. Chinas Außenminister Wang Yi sagte einem hochrangigen iranischen Beamten, alle Seiten sollten sich auf eine politische Lösung konzentrieren, statt erneut auf bewaffneten Konflikt zu setzen.
Für Schiffscrews, die im Golf festsitzen, und für Haushalte, die von Iowa bis Islamabad mehr für Kraftstoff zahlen, hängt das Warten nun davon ab, ob Washington Bedingungen akzeptiert, die Teheran nach eigenen Angaben nicht geändert hat, oder ob, wie die Golfstaaten seit Langem befürchten, die Gespräche ins Leere laufen.
Quellen
Dieser Artikel basiert auf Berichterstattung von:
- The Hindu Iran says ready to reopen Hormuz in two days if U.S. agrees to demands
- Al Jazeera Trump signals progress on Iran deal as Tehran pushes faster ceasefire | US-Israel war on Iran News | Al JazeeraplayShow navigation menuplaysearchcaret-leftcaret-rightListenshare-nodesfacebookxwhatsapp-strokecopylinkgoogleinfoaj-logoaj-logoaj-logofacebooktwitteryoutubeinstagram-colored-outlinerssblueskytiktok-colored-outline
- Euronews Iran says it can reopen Hormuz in two days if US meets conditions | EuronewsNewsletterEventsLoaderNewsletterEventsLoaderSearch


