USA griffen Irans Insel Qeshm heimlich an, berichtet WSJ
Das Wall Street Journal meldet begrenzte, nicht bekanntgegebene US-Angriffe auf Irans Insel Qeshm, während Trump eine Einigung für möglich hält.

Qeshm-Insel — Die Vereinigten Staaten haben die iranische Insel Qeshm angegriffen, die an der Mündung der Straße von Hormus liegt, durch die ein großer Teil des weltweiten Öls fließt. Das berichtete das Wall Street Journal am Montag unter Berufung auf amerikanische Beamte. Der Bericht, den The Hindu aufgreift, folgt auf mehrere Explosionen auf der Insel, wie die iranische Staatsagentur IRNA meldete.
Der Angriff war der jüngste in einer Reihe begrenzter Attacken, die Washington in den vergangenen Wochen geflogen hat, so das Journal. Diese Einsätze seien kleiner angelegt und bewusst geheim gehalten worden, um nicht den Willen zur Wiederaufnahme der großangelegten Militärkampagne gegen Iran zu signalisieren. Das US-Zentralkommando reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
Qeshm, eine große Insel, die durch die Clarence-Straße vom iranischen Festland getrennt ist, liegt direkt an der Wasserstraße, die im Mittelpunkt der Spannungen zwischen beiden Ländern steht. Wide World News hat berichtet, dass sich die Golfstaaten auf das Schlimmste gefasst machten, während sich die Gespräche zwischen den USA und Iran über Hormus hinzogen.
Der mutmaßliche Angriff passt schlecht zur Botschaft des Weißen Hauses. Schon am Montag hatte Präsident Donald Trump die Zweifel daran begrüßt, ob er eine angedrohte Wiederaufnahme militärischer Schläge tatsächlich umsetzen werde, und erklärt, eine Vereinbarung mit Teheran sei möglich. Auf die Frage von Reportern, ob er nach den Zwischenwahlen am Dienstag einen Angriff auf Iran erwäge, antwortete Trump mit „Nein“.
Washington und Teheran befinden sich seit dem 28. Februar im Krieg. Gesichert ist nur wenig: Laut IRNA waren Explosionen auf Qeshm zu hören, und US-Beamte sagten dem Journal, amerikanische Streitkräfte hätten die Insel getroffen. Teheran hat in den vorliegenden Berichten keine detaillierte Schadensbilanz oder Opferzahlen vorgelegt, und keine der Angaben zum Umfang der Angriffe lässt sich unabhängig überprüfen.
Für die Menschen auf der Insel und die Besatzungen der Schiffe, die in der Meerenge arbeiten, stellt sich nun die Frage, ob dies der letzte der stillen Angriffe war oder der erste, der nicht mehr still bleiben konnte. Sie warten darauf, ob die Abstimmung in Washington am Dienstag die Einigung bringt, die Trump für möglich hält, oder eher einen Zustand, der dem Krieg ähnelt, der nie ganz geendet hat.
Quellen
Dieser Artikel basiert auf Berichterstattung von:
- The Hindu U.S. strikes Iran's Qeshm Island: report


