Sonntag, 8. November 2026

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Iran: Zwei Tanker nach Minentreffern in Hormus in Brand

Irans Revolutionsgarden melden zwei brennende Tanker in der Straße von Hormus nach Minentreffern auf Routen, die Teheran für unzulässig erklärt.

Öltanker vor Anker in einer schmalen Golfstraße, im Hintergrund trockene Hügel
Tanker in einer Meerenge am Golf. Die Schifffahrt durch Hormus wird seit Februar von Iran streng kontrolliert. Illustration.

— Zwei Öltanker sind am Sonntag in der Straße von Hormus in Brand geraten, nachdem sie auf Seeminen getroffen waren, wie die Revolutionsgarden Irans mitteilten. Es ist der jüngste Vorfall in einer Wasserstraße, die Teheran seit Beginn des Krieges mit den Vereinigten Staaten Ende Februar streng im Griff hat. Die Garden nannten weder die Schiffe noch die Flaggen, unter denen sie fuhren.

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA, zitiert von The Hindu, erklärten die Garden, die beiden Schiffe hätten „gegen Vorschriften verstoßen“ und seien auf „unautorisierten Routen“ unterwegs gewesen, als sie auf die Minen trafen – eine im östlichen Teil der Meerenge, eine innerhalb davon. In der Erklärung hieß es zudem, die Tanker hätten ihre Navigations- und Positionierungssysteme abgeschaltet.

Seit Kriegsbeginn besteht Teheran darauf, dass Schiffe nur Routen nutzen, die es genehmigt. Washington hat hingegen eine Seeblockade iranischer Häfen verhängt und Tanker durch die Meerenge eskortiert; über sie laufen normalerweise etwa 1/5 des weltweiten Ölverbrauchs. Die Minenbehauptung passt schlecht zu jüngsten amerikanischen Zusicherungen: Das US-Zentralkommando erklärte im vergangenen Monat, es habe Golfstaaten geholfen, seit dem Sommer 1,5 Milliarden Barrel über Hormus zu exportieren, und alle Minen seien geräumt.

Teheran hat in den vergangenen Wochen mehrere solcher Brände gemeldet – eine Serie von Vorfällen, die zum ständigen Hintergrundrauschen des Krieges geworden ist. IRNA berichtete zudem am späten Samstag separat, in Qeshm, Sirik, Jask und Bandar Abbas seien „explosionsähnliche Geräusche“ zu hören gewesen; Beamte bestätigten einen „Einschlag“ in der Hafenstadt Jask. Die Ursache der Geräusche sei nach Angaben der Agentur weiterhin unbekannt.

Präsident Donald Trump hat zuvor laut darüber nachgedacht, die schweren Angriffe auf Iran wieder aufzunehmen, und die Idee dann zurückgenommen; das US-Militär hat dennoch vereinzelt begrenzte Schläge geführt, darunter einen eingeräumten Treffer auf eine Luftverteidigungsstellung auf der Insel Qeshm. Ob es sich bei den Bränden vom Sonntag um Minen, Munition oder einen Unfall handelte, lässt sich nicht unabhängig überprüfen – keine Seite hat unabhängige Belege vorgelegt, und die Identität der beiden Schiffe bleibt unbekannt.

Die nächste Probe ist, ob Washington seine Behauptung wiederholt, die Meerenge sei frei – oder ob es stillschweigend seine Eskortrouten anpasst. Solange Trump begrenzte Schläge nicht vom Tisch nimmt, engt jeder neue Brand den Spielraum für solche Gewissheiten weiter ein.

Quellen

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