Sonntag, 8. November 2026

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Mindestens 21 Tote nach Bootsunglück vor Nordwestsenegal

Laut dem Innenministerium Senegals wurde eine Person gerettet und 21 Leichen geborgen, nachdem eine Piroge vor den Dünen von Loumpoul kenterte. Die Suche dauert an.

Ein leeres Holzfischerboot an einem Sandstrand neben Dünen an der senegalesischen Atlantikküste
Ein Strand an der Nordwestküste Senegals, an dem üblicherweise Holzpirogen zum Auslaufen aufs Meer genutzt werden. Illustration.

— Ein kleines Boot mit Migranten und Flüchtlingen ist vor der Nordwestküste Senegals gesunken. Nach Angaben des Innenministeriums des Landes kamen dabei mindestens 21 Menschen ums Leben.

In einer Erklärung vom Sonntag teilte das Ministerium mit, dass neben den 21 geborgenen Leichen eine weitere Person gerettet worden sei. Die Opferzahl bezeichnete es als „vorläufig“ Stand Samstagabend. Die Suche dauere an, und den Familien der Opfer werde geholfen, berichtete Al Jazeera.

Medienberichten zufolge kenterte das pirogenartige Boot mit flachem Boden am Samstag vor den Dünen von Loumpoul im Departement Kebemer, zwischen Dakar und der nördlichen Stadt Saint-Louis. Die Zeitung Le Soleil berichtete, die meisten Opfer stammten aus den Ortschaften Leona und Thieppe im selben Departement.

Die Route von Westafrika zu den spanischen Kanarischen Inseln zählt zu den tödlichsten der Welt. In den vergangenen Jahren sind Tausende Menschen bei dem Versuch der Überfahrt ums Leben gekommen, darunter laut der Menschenrechtsorganisation Walking Borders 635 in den ersten fünf Monaten dieses Jahres.

Das Unglück fiel in eine erneute Zunahme der Ankünfte auf den Kanaren. Die spanischen Behörden auf der Insel El Hierro riefen am Samstag den Notstand aus, nachdem es nach eigenen Angaben einen starken Anstieg der Bootsankünfte gegeben hatte: Seit Beginn des Novembers seien mehr als 3.300 Menschen auf rund 30 Booten angekommen, so die Inselbehörden.

Für die Familien in Kebemer heißt es vorerst warten auf Nachrichten. Da das Ministerium erklärt, die Suche laufe noch und die Opferzahl sei vorläufig, hoffen Angehörige derer, die auf dem Seeweg aufgebrochen sind, auf Nachricht von Überlebenden, müssen sich aber auf einen weiter steigenden Totenstand einstellen.

Quellen

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