Dienstag, 3. November 2026

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USA vermitteln Russland-Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi

Der Kreml bestätigt, dass eine russische Delegation an Gesprächen mit der Ukraine in Abu Dhabi teilnimmt. Putin-Berater Medinski leitet Moskaus Seite.

Eine leere Uferpromenade einer Golfstadt im Morgengrauen, im Hintergrund entfernte Türme
Eine Uferpromenade einer Golfstadt im Morgengrauen; Abu Dhabi soll die erste bestätigte trilaterale Sitzung dieser Runde ausrichten. Illustration.

— Der Kreml hat am Dienstag bestätigt, dass die von den USA vermittelten trilateralen Gespräche zwischen Russland und der Ukraine nächste Woche in Abu Dhabi stattfinden werden. Washington drängt darauf, einen Krieg zu beenden, der nun in sein fünftes Jahr geht. Die Ankündigung macht ein Treffen verbindlich, das zuerst der Sonderbeauftragte von Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, ins Gespräch gebracht hatte.

„Die russische Delegation wird am 10.–11. November in Abu Dhabi eintreffen, um an den trilateralen Gesprächen teilzunehmen“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow den Reportern, berichtete The Hindu. Witkoff hatte zuvor dieselben Termine genannt, und CNA meldete zudem, dass Washington als Vermittler auftreten wird.

Die Moskauer Delegation wird von Wladimir Medinski angeführt, einem Berater von Präsident Wladimir Putin. Der Name ist vertraut: Medinski, 56, ein früherer Kulturminister, der in der Ukraine geboren wurde, leitete Russlands Team bei den gescheiterten Gesprächen 2022 zu Beginn des Krieges, dann im vergangenen Jahr in Istanbul und früher in diesem Jahr in Genf. Keine dieser Runden brachte einen Durchbruch. Er ist für nationalistische Ansichten zur russischen Geschichte bekannt und hat an Schulbüchern mitgeschrieben, die Moskaus Rolle in der Ukraine loben – ein Detail, das Kiews Unterhändler sicher nicht übersehen haben.

Das Format folgt auf Witkoffs Treffen im vergangenen Monat sowohl mit Putin als auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, nach denen alle Seiten erklärten, dreiseitige Gespräche würden im November wieder aufgenommen. Was Washington nun anbietet, ist im Grunde ein Tisch und ein Stuhl in jedem Raum – ein Vermittler im wörtlichen Sinn, der Positionen zwischen den Delegationen hin- und herträgt, statt einen Gipfel auszurichten. Trump sagte in den vergangenen Wochen, ein Treffen zwischen Putin und Selenskyj werde „sehr bald“ arrangiert, doch ein solches Treffen ist bislang nicht bestätigt.

Was keine der beiden Ankündigungen erläutert, ist die Tagesordnung. Die Quellen bestätigen die Termine, den Ort und die Leitung der russischen Delegation; sie sagen aber nicht, wer für Kiew oder Washington verhandelt, ob ein Waffenstillstand formell auf dem Tisch liegt oder was geschieht, wenn die zwei Tage ohne Einigung enden.

Der nächste Entscheidungspunkt ist der 10. November selbst: ob die Delegationen wie angekündigt eintreffen und ob die zwei Tage in Abu Dhabi etwas Dauerhafteres hervorbringen als die bisherigen Runden, die Medinski bereits geleitet hat.

Quellen

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