Bank of England erhöht Zinsen erstmals seit 3 Jahren
Die Bank of England erhöht die Zinsen und warnt vor weiteren Schritten, falls der US-Iran-Konflikt andauert. Inflation dürfte nahe 5 % steigen.

London — Die Bank of England hat die Zinsen am Donnerstag erstmals seit mehr als 3 Jahren angehoben und gewarnt, dass bei anhaltendem US-Iran-Konflikt mindestens eine weitere Erhöhung wahrscheinlich sei, wie The Japan Times berichtete. Der Schritt bringt Großbritannien auf einen Straffungskurs, den seine wichtigsten Partner bereits eingeschlagen haben.
Die Zentralbank erwartet, dass die britische Inflation Mitte nächsten Jahres auf rund 5 % steigen dürfte – mehr als das Doppelte ihres Ziels. Das ist ein Schlag für Premierminister Andy Burnham, der die Belastung durch die Lebenshaltungskosten lindern wollte.
Die Währungshüter fanden bisher kaum Belege für eine schnellere Inflation außerhalb der Sektoren, die unmittelbar von höheren Energiekosten getroffen sind. Sie urteilten jedoch, dass der nach Monaten hoher Energiepreise aufgebaute Inflationsdruck jetzt Handeln erfordere – auch wenn straffere Geldpolitik die Kreditkosten für Unternehmen und viele Hausbesitzer erhöht. Das ist der Zielkonflikt: teureres Geld jetzt, in der Hoffnung, dass teurere Energie nicht dauerhaft in Löhne und Preise durchschlägt.
Die Warnung knüpfte die Entscheidung eng an den Golf. Da der US-Iran-Konflikt die Energiemärkte nervös hält, signalisierte die Bank, dass ihre nächsten Schritte davon abhängen, wie sich die Kämpfe entwickeln. Kreditnehmer müssen damit rechnen, dass Hypotheken und Darlehen bis ins nächste Jahr hinein teurer werden.
Als Nächstes gilt es, an zwei Fronten genau hinzusehen: am Konflikt selbst und an den Inflationsdaten, die zeigen werden, ob sich der Preisdruck über die Energie hinaus ausbreitet. Die eigene Prognose der Bank – Inflation um 5 % zur Jahresmitte – setzt die Messlatte, an der die nächste Zinsentscheidung gemessen wird.
Quellen
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