Huthis beanspruchen Angriffe auf Ölanlagen und Flughafen Riad
Die Huthis sagen, sechs Raketen- und Drohnenangriffe hätten Aramco-Anlagen, Flughafen Riad und saudische Truppen beiderseits der Grenze getroffen.

Sanaa — Die jemenitische Huthi-Bewegung erklärte am Samstag, sie habe eine Welle von Raketen- und Drohnenangriffen gegen Saudi-Arabien ausgeführt. Sie beansprucht Treffer auf Ölanlagen, den internationalen Flughafen von Riad sowie auf saudische Truppen und Militärstellungen auf beiden Seiten der Grenze.
Die Behauptungen ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Laut The Hindu erklärte der Militärsprecher der Huthis, Yahya Saree, in einem Beitrag auf X, die Gruppe habe sechs Operationen gestartet, die sich gegen Aramco-Ölanlagen sowie den Flughafen Riad und saudische Truppen und Militäreinrichtungen richteten.
Die Huthis, die vom Iran unterstützt werden, kämpfen gegen eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition, die die international anerkannte Regierung Jemens unterstützt. Die Ankündigung vom Samstag trägt den Konflikt, zumindest nach den Angaben der Gruppe, direkt auf saudisches Staatsgebiet, wobei der Hauptflughafen der Hauptstadt zu den genannten Zielen gehört.
Riad ist schon zuvor angegriffen worden. Eine Reuters-Fotografie vom 19. September zeigte eine große Rauchsäule über dem Treibstofflager des King-Khalid-Internationalflughafens – ein Beleg dafür, dass die Treibstoffinfrastruktur des Flughafens in den vergangenen Monaten bereits getroffen wurde.
Saudische Behörden hatten sich zum Zeitpunkt der Erklärung der Gruppe weder öffentlich zu den Huthi-Behauptungen geäußert noch darauf reagiert. Unklar blieb zunächst, ob die sechs Operationen Schäden oder Todesopfer verursacht haben. Die Huthis kündigen Angriffe häufig an, die sich unabhängig nicht bestätigen lassen.
Die Bewohner Riads und der Grenzregionen warten nun auf eine Stellungnahme der von Saudi-Arabien angeführten Koalition: ob Raketen oder Drohnen ihr Ziel erreicht haben und ob das Königreich reagieren wird. Für die Menschen im Jemen weckt ein neuer Schlagabtausch über die Grenze die vertraute Furcht vor einer weiteren Eskalation in einem Krieg, der seit Jahren andauert.
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