Freitag, 6. November 2026

Wide World News

Die wichtigsten Geschichten der Welt, klar erzählt

EuropaKomyschuwacha

Russischer Luftangriff auf Hilfsstelle: Opferzahl steigt auf 50

Laut dem Zivilschutz sind bei einem russischen Luftangriff auf eine Hilfsgüterausgabe in Komyschuwacha 50 Zivilisten gestorben. Die Bergung läuft am 5. Tag.

Eine ruhige Straße in einem kleinen Dorf im Südosten der Ukraine unter bedecktem Himmel.
Eine ländliche Dorfstraße in der Region Saporischschja in der Ukraine, wo der Angriff ein ehemaliges Schulgebäude traf. Illustration.

— Die Zahl der Toten nach einem russischen Luftangriff auf eine Hilfsgüterausgabe im Südosten der Ukraine ist auf 50 gestiegen, wie France 24 am Freitag unter Berufung auf die staatlichen Notfalldienste in Kiew berichtete. Damit gehört der Angriff auf das Dorf Komyschuwacha in der Region Saporischschja zu den tödlichsten Angriffen auf Zivilisten in mehr als 4,5 Jahren Krieg.

Kiew erklärt, Russland habe am Montag, 2. November, ein ehemaliges Schulgebäude im frontnahen Dorf bombardiert, als Zivilisten sich zur wöchentlichen humanitären Hilfsausgabe versammelt hatten. Rettungsdienste teilten mit, dass bei den Suchaktionen, die 4 Tage nach dem Angriff noch andauerten, weitere 8 Leichen aus den Trümmern geborgen wurden. Mykhailo Semikin schrieb auf Telegram, die Such- und Rettungsarbeiten an der Stelle seien in den 5. Tag gegangen.

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat gesagt, Moskau habe einen unterirdischen Schutzraum mit Menschen darin getroffen. Die Menschenrechtsmission der UN in der Ukraine erklärte diese Woche, der Angriff habe wahrscheinlich gegen das Völkerrecht verstoßen. Russland hat sich in den bislang vorliegenden Berichten nicht konkret zu den einzelnen Vorwürfen geäußert; die Details des Angriffs stützen sich auf Angaben ukrainischer Behörden.

„Die Zahl der Toten nach dem russischen Luftangriff auf die Siedlung Komyschuwacha in der Region Saporischschja am 2. November ist auf 50 gestiegen“, teilte der staatliche ukrainische Rettungsdienst mit.

Der Angriff folgte wenige Tage, nachdem die bislang längste Waffenruhe zwischen beiden Seiten im südlichen Gebiet Cherson zu Ende ging. Die großangelegte Invasion Russlands hat Hunderttausende Menschen getötet und Millionen vertrieben; Angriffe auf Hilfsstellen wiederholen sich im gesamten Konflikt, und eine frühere Angriffswelle auf ukrainische Hilfsstandorte forderte ebenfalls hohe zivile Opfer.

Der nächste Termin im Kalender ist diplomatischer, nicht militärischer Natur. Die Gespräche zwischen der Ukraine und Russland unter US-Vermittlung sollen nächste Woche in Abu Dhabi wieder aufgenommen werden. Ob die Opferzahl von Komyschuwacha, die weiter steigen könnte, während sich die Helfer durch die Trümmer arbeiten, an diesem Verhandlungstisch etwas verändert, ist die offene Frage.

Quellen

Dieser Artikel basiert auf Berichterstattung von:

Neueste Nachrichten