Chamenei gewährt Irans Regierung neue Befugnisse für Friedensgespräche mit den USA
Irans Präsident sagt, der oberste Führer habe seiner Regierung neue Befugnisse für Friedensgespräche gegeben, während Trump einen Deal für möglich hält und Katar Vorschläge übermittelt.

Teheran — TEHERAN — Irans Präsident sagt, der oberste Führer des Landes habe seiner Regierung neue Befugnisse erteilt, Friedensgespräche mit den Vereinigten Staaten zu führen. Es ist das deutlichste Zeichen bislang, dass Teheran den Boden für eine Vereinbarung bereitet, die einen monatelangen Krieg beenden soll.
Präsident Masoud Peseschkian sagte, Ayatollah Ali Chamenei habe "der Regierung bestimmte Befugnisse übertragen", um den Konflikt auf dem Verhandlungsweg zu lösen, wie die staatliche Nachrichtenagentur IRNA am Montag berichtete, laut The Japan Times. In Washington hat Präsident Donald Trump unterdessen angedeutet, dass ein Abkommen mit Iran zustande kommen könnte.
Es geht ebenso sehr um Wirtschaft wie um Militär. Der Generalstabschef der iranischen Streitkräfte, Generalmajor Ali Abdollahi, hat fünf Bedingungen für das benennt, was er dauerhafte Sicherheit nennt: ein Ende der Feindseligkeiten an allen Fronten, einschließlich Libanon und Gaza, die vollständige Aufhebung der Sanktionen, die Freigabe iranischer Vermögenswerte, Kriegsreparationen, die Anerkennung der iranischen Souveränität über die Straße von Hormus und eine Garantie gegen künftige Aggressionen, wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, laut Al Jazeera. Eine Lockerung der Sanktionen würde Iran erlauben, wieder offen Öl zu verkaufen, eine Aussicht, die den Rohölpreis bereits gedrückt hat.
Katar pendelt zwischen den beiden Hauptstädten. Der Sprecher des Außenministeriums, Madschid al-Ansari, sagte, eine katarische Delegation habe am Montag mehr als drei Stunden mit iranischen Vertretern in Teheran verhandelt und beide Seiten prüften derzeit den Vorschlag Dohas. "Gäbe es keinen Hoffnungsschimmer, gäbe es keine Verhandlungen", sagte er und warnte zugleich, jede Eskalation "wird sich auf die Verhandlungen auswirken".
Das Eskalationsrisiko ist real. US-Beamte erklärten, amerikanische Streitkräfte hätten am Montag begrenzte Angriffe auf die Insel Qeshm geflogen, nachdem Iran angeblich ein US-Flugzeug angegriffen habe. Die Revolutionsgarden erklärten ihrerseits, sie hätten zwei US-Aufklärungsdrohnen abgeschossen. Irans oberster Verhandlungsführer, Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, sagte, "der Ball liegt im Feld Amerikas, um einen Krieg zu verhindern", und Sicherheitschef Mohsen Rezaei erklärte, Washingtons Antwort auf die Forderungen Irans sei "nicht überzeugend".
Das Misstrauen sitzt tief. Der Korrespondent von Al Jazeera in Teheran verwies darauf, dass Iran erklärt, die USA hätten das Land zweimal angegriffen, während die Diplomatie lief. Deshalb verlangt Teheran zuerst konkrete Schritte: aufgehobene Sanktionen, das Ende der Seeblockade, die Rückgabe eingefrorener Vermögenswerte und die Wiederaufnahme der Ölverkäufe.
Die nächste Bewährungsprobe kommt mit den US-Zwischenwahlen am Dienstag. Danach müssen beide Seiten entscheiden, ob sie Chameneis neues Mandat in ein unterzeichnetes Rahmenabkommen überführen oder ob sie zulassen, dass sich die Gespräche über die Meerenge wieder in Richtung Krieg bewegen.
Quellen
Dieser Artikel basiert auf Berichterstattung von:
- The Japan Times Khamenei empowers talks as Trump says Iran deal could happen
- CNA US signals progress in talks with Iran to avert renewed war
- Al Jazeera Iran commander sets out five conditions for regional security | US-Israel war on Iran News | Al JazeeraplayShow navigation menuplaysearchcaret-leftcaret-rightListenshare-nodesfacebookxwhatsapp-strokecopylinkgoogleinfoaj-logoaj-logoaj-logofacebooktwitteryoutubeinstagram-colored-outlinerssblueskytiktok-colored-outline


